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Porträt von Sven Bernhardt, Teamleiter

Porträt von Sven Bernhardt, Teamleiter

Hallo Sven, seit März 2013 gehörst du zum Consist-Team. Beschreibe bitte einmal, wie dein Weg ins
Unternehmen war.

Ich habe an der Fachhochschule Flensburg studiert. Mein Praktikum im letzten Semester hat mich nach Kiel zu Consist geführt, weil ich schon damals das breite Portfolio, das Consist seinen Kunden anbietet, spannend fand. Ausschlaggebend waren für mich die verschiedenen technologischen Schwerpunkte. Als Berufseinsteiger fand ich diese Offenheit für meine Karriereziele interessant.

Im Laufe deiner Berufstätigkeit bei uns hast du dich weitergebildet und auch neue Aufgaben über-
nommen. Wie kam es dazu?

Schon im Studium hat mich die berufl iche Ausbildung interessiert. Ich konnte schon früh bei Consist in der Ausbildung mitwirken und habe mich schließlich in die Stelle der Ausbildungsleitung eingearbeitet. Mit dieser Tätigkeit wollte ich mehr Professionalität verbinden und mein Wissen in diesem Bereich vertiefen. Consist hat mir die Möglichkeit gegeben, mich berufsbegleitend zum Aus- und Weiterbildungspädagogen weiterzubilden und den für mich nötigen Rahmen zu schaffen. Durch diese Weiterbildung hat sich der Schwerpunkt meiner Arbeit verlagert. Als Teamleiter habe ich mittlerweile die individuellen Bedürfnisse und die Entwicklung unserer Nachwuchskräfte im Blick. Das war auch der Grund für den Wechsel in den Bereich Finanzen/Personal.

Was machst du genau in deinem Job?

Ich beschäftige mich mit der Softwareentwicklung auf dem Großrechner in Kundenprojekten und unterstütze auch bei der Entwicklung interner Software von Consist. Dadurch komme ich täglich mit unterschiedlichen Technologien und Programmiersprachen, von Cobol bis .NET C#, in Berührung.

Zudem bin ich als Projektverantwortlicher für die Planung und Organisation in Kundenprojekten verantwortlich und stelle zusammen mit meinem Projektteam sicher, dass die betreuten Anwendungen weiterhin funktionieren und weiterentwickelt werden.

In meiner dritten Aufgabe als Teamleiter bin ich für unsere Nachwuchskräfte verantwortlich und begleite sie bei ihrem Berufseinstieg. In meiner weiteren Rolle als Ausbildungsleiter organisiere ich nicht nur die Ausbildung unserer Nachwuchskräfte, sondern vermittle gemeinsam mit unserem Team an Ausbildern das nötige Fachwissen an unsere Nachwuchskräfte.

Wie behältst du auch in herausfordernden Situationen einen ruhigen Kopf?

Gute Frage. Die stelle ich mir auch manchmal. Als Schüler und Student habe ich nebenbei etwas Geld in der Gastronomie verdient. Diese Zeit hat mich sehr geprägt. Dort gibt es auch viele Aufgaben und Anforderungen, die zeitgleich erfüllt werden müssen. Es ist wichtig einen kühlen Kopf zu behalten und priorisieren zu können. Das hilft mir in meiner täglichen Arbeit oftmals sehr.

Du hast ja Angewandte Technische Informatik an der FH Flensburg studiert und hattest zunächst
einen .Net-Schwerpunkt. Wie hast du dein Interesse an der Programmiersprache Cobol entdeckt, in
der du jetzt tätig bist?

Grundsätzlich finde ich Softwareentwicklung an sich interessant, unabhängig von der Programmiersprache. In Cobol zu programmieren, ist natürlich eine ganz andere Welt, als man sie im Studium kennengelernt hat. Spannend ist für mich das Zusammenspiel alter Programmiersprachen mit modernen Technologien. Dabei profitiere ich von meinem Wissen aus dem Studium und kann es in meiner täglichen Arbeit nutzen.

Consist bildet seit September 2016 auch Fachinformatiker in der Fachrichtung Anwendungsentwicklung aus. Du engagierst dich bei Consist dafür. Wie kam es dazu?

In einem meiner jährlichen Personalgespräche sprach meine Vorgesetzte mit mir unter anderem über meine Qualifi kationen. Ich habe erzählt, dass ich den Ausbilderschein habe. Da zu dieser Zeit immer mal wieder bei Consist der Plan bestand auszubilden, wagte ich einen weiteren Versuch und habe zusammen mit einigen Kollegen die Ausbildung im Unternehmen etablieren können.

Was ist dir bei deiner Arbeit wichtig, was motiviert dich?

In erster Linie motiviert mich der Kontakt mit Menschen. Das gilt für meine Tätigkeit als Teamleiter und Ausbilder ebenso wie für die enge Zusammenarbeit mit Kunden. Mich fasziniert immer wieder, wie viel Kreativität, Planung und Vorarbeit in ein Softwareprodukt einfl ießen. Software entsteht nicht einfach „nebenbei“, sondern ist das Ergebnis strukturierter und zugleich kreativer Prozesse.

Meine Arbeit hat für mich oft etwas von Detektivarbeit. Man steht vor einer Problemstellung, analysiert sie intensiv, vertieft sich in Details und arbeitet sich Schritt für Schritt zur Lösung vor. Das ist ähnlich wie beim Zusammensetzen eines Puzzles oder dem Lösen eines Rätsels.

Ein gutes und wertschätzendes Betriebsklima spielt für mich eine wichtige Rolle. Ein Umfeld, in dem Zusammenarbeit und gegenseitige Unterstützung selbstverständlich sind, ist für mich entscheidend. Sehr wichtig sind mir aber auch Weiterbildungs- und Entwicklungsmöglichkeiten. Projektverantwortung, Ausbildungstätigkeiten und Teamleitung empfi nde ich als besonders spannende Aufgaben, da sie für mich eine motivierende Abwechslung zur reinen Softwareentwicklung sind.

Du bist Vater von drei kleinen Kindern. Wie vereinbarst du Beruf und Familie?

Das ist nicht immer einfach, aber Consist bietet für Familien viele Möglichkeiten, um beides zu vereinbaren, vor allem mit der Möglichkeit im Homeoffice zu arbeiten. Das gibt mir die nötige Flexibilität, die man bei kleinen Kindern braucht. Ein guter Mix zwischen der Arbeit im Homeoffice und im Büro ist für mich genau das Richtige. Da meine Arbeit beim Kunden überwiegend remote erfolgt, muss ich nicht allzu oft reisen. Dadurch habe ich sehr geregelte Arbeitszeiten.

Wobei entspannst du dich in deiner Freizeit?

In meiner Freizeit entspanne ich mich bei der Gartenarbeit, welche einen guten Ausgleich zum Schreibtisch darstellt. Vor allem genieße ich die Zeit mit meiner Familie und gehe gerne meiner weiteren Leidenschaft nach: meinem Engagement im Katastrophenschutz.

Wenn du eine neue Fähigkeit entwickeln könntest, welche wäre es?

Du stellst Fragen. Die Zeit vergeht wie im Flug, insbesondere mit Kindern. Um das Privatleben und den Job besser unter einen Hut zu bekommen, wäre es schon schön, wenn ich manchmal die Zeit anhalten könnte.

Vielen Dank für das Interview, Sven!

Gerne!

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